Eishockeyhelme CE, CSA & HECC erklärt
Auf einem Eishockeyhelm findest du verschiedene Kennzeichnungen und Zertifizierungsaufkleber. Doch was bedeuten CE, CSA und HECC eigentlich? Und bedeutet ein Datum auf dem Helm automatisch, dass du ihn danach nicht mehr verwenden kannst?

Drei Kennzeichnungen. Drei Bedeutungen.
BAUER Eishockeyhelme werden in verschiedenen Märkten angeboten. Deshalb können auf einem Helm mehrere Kennzeichnungen zu finden sein. CE, CSA und HECC gehören dabei zu unterschiedlichen regulatorischen beziehungsweise zertifizierenden Systemen.
CE
Die CE-Kennzeichnung steht für die Konformität mit den einschlägigen europäischen Anforderungen für persönliche Schutzausrüstung.

CSA
CSA steht für Canadian Standards Association. Das Label zeigt, dass der Helm nach den entsprechenden kanadischen Anforderungen zertifiziert wurde.

HECC
HECC steht für Hockey Equipment Certification Council und zertifiziert unter anderem Eishockeyhelme für den US-amerikanischen Hockeymarkt.

Wichtig zu wissen
Die drei Kennzeichnungen haben nicht dieselbe Funktion. Ein aufgedrucktes Datum einer Zertifizierung sollte deshalb nicht automatisch als allgemeines „Ablaufdatum“ des gesamten Helms verstanden werden.
Was bedeutet das HECC-Datum?
Gerade das HECC-Label sorgt häufig für Verwirrung, weil darauf ein konkretes Datum angegeben ist. Dieses Datum bezieht sich auf die HECC-Zertifizierung.

Zertifizierungsdatum ist nicht gleich Helm-Verfallsdatum.
Bei Spielerhelmen gilt die HECC-Zertifizierung für einen festgelegten Zeitraum ab dem Herstellungsdatum. Das auf dem HECC-Aufkleber angegebene Datum kennzeichnet das Ende dieser Zertifizierung.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass dieses Datum als allgemeines technisches Verfallsdatum des Helms für jeden Markt verstanden werden kann.
HECC gibt für Spielerhelme eine Zertifizierungsdauer von 6,5 Jahren ab dem Herstellungsdatum an.
Und was bedeutet das für Europa?
Für den europäischen Markt ist die CE-Kennzeichnung entscheidend. Sie zeigt die Konformität des Produkts mit den einschlägigen europäischen Anforderungen. Ein HECC-Datum ist dagegen Teil der US-amerikanischen Zertifizierung.
HECC abgelaufen = Helm automatisch unbrauchbar?
Nein, diese beiden Aussagen sind nicht gleichzusetzen. Das Ende der HECC-Zertifizierung beschreibt zunächst den Status innerhalb des HECC-Systems. Unabhängig davon muss ein Eishockeyhelm immer in einwandfreiem Zustand sein, korrekt passen und entsprechend den Herstellerangaben verwendet werden.
Wann solltest du deinen Helm austauschen?
Zertifizierungen sind nur ein Teil der Beurteilung. Viel wichtiger für einen bereits verwendeten Helm ist sein tatsächlicher Zustand. Kontrolliere deinen Helm deshalb regelmäßig.

Nicht nur das Alter entscheidet.
Ein Helm ist während seiner Nutzung Belastungen, Schweiß, Feuchtigkeit, Temperaturunterschieden und Stößen ausgesetzt. Deshalb solltest du nicht nur auf Aufkleber und Daten schauen, sondern den gesamten Helm überprüfen.
- Helmschale auf Risse oder sichtbare Beschädigungen prüfen
- Innenpolster auf Beschädigungen und starken Verschleiß kontrollieren
- Schrauben und Befestigungspunkte überprüfen
- Verstellmechanismus auf sichere Funktion kontrollieren
- Sitz und Passform regelmäßig überprüfen
- Herstellerhinweise zur Nutzung und zum Austausch beachten
Sicherheit beginnt mit der richtigen Passform.
Selbst ein hochwertiger Eishockeyhelm kann seine Aufgabe nur erfüllen, wenn er korrekt eingestellt ist und richtig am Kopf sitzt.
Der Helm muss fest sitzen – ohne zu drücken.
Der Helm sollte gleichmäßig und sicher am Kopf anliegen. Er darf bei normalen Kopfbewegungen nicht deutlich verrutschen.
Gleichzeitig darf er keine unangenehmen Druckstellen verursachen. Die Größen- und Einstellmöglichkeiten unterscheiden sich je nach Modell und Kopfform.
- Helm sitzt stabil auf dem Kopf
- Keine starken Druckstellen
- Stirn und relevante Kopfbereiche werden korrekt abgedeckt
- Kinnriemen und Verschlüsse sind korrekt eingestellt
- Gitter oder Visier müssen zum Helm kompatibel und korrekt montiert sein

CE, CSA & HECC im Überblick
Die Kennzeichnungen stammen aus unterschiedlichen Märkten und sollten deshalb nicht miteinander gleichgesetzt werden.
Einen gebrauchten Helm kaufen? Genau hinschauen.
Bei einem gebrauchten Helm kennst du seine Vorgeschichte häufig nicht vollständig. Deshalb solltest du hier besonders sorgfältig prüfen.
Herstellungsinformationen
Prüfe vorhandene Herstellerangaben und Kennzeichnungen. Sie helfen dir, das Alter und die Zertifizierungen des Helms besser einzuordnen.
Vorschäden
Bei einem gebrauchten Helm ist nicht immer bekannt, welchen Belastungen oder starken Stößen er bereits ausgesetzt war.
Keine Veränderungen
Achte auf nachträgliche Veränderungen, zusätzliche Polster, fremde Bauteile oder andere Modifikationen am Helm.
Passform prüfen
Auch ein äußerlich gut erhaltener Helm ist nicht geeignet, wenn Größe, Form oder Einstellbereich nicht zu deinem Kopf passen.
Dein 60-Sekunden-Helmcheck
Eine kurze Kontrolle vor der Saison und regelmäßig während der Nutzung hilft dir, sichtbare Probleme frühzeitig zu erkennen.
Schale
Kontrolliere die Außenschale auf Risse, Brüche und andere sichtbare Beschädigungen.
Innenpolster
Prüfe die Polster auf Beschädigungen, Ablösungen und starken Verschleiß.
Befestigungen
Kontrolliere Schrauben, Verschlüsse, Kinnriemen und montierten Gesichts- oder Augenschutz.
Passform
Setze den Helm auf und prüfe, ob er noch stabil, komfortabel und korrekt eingestellt sitzt.
Kennzeichnungen
Schau dir CE-, CSA- und HECC-Kennzeichnungen sowie vorhandene Herstellerangaben an.
Im Zweifel prüfen lassen
Bist du dir beim Zustand, der richtigen Größe oder der Einstellung deines Helms unsicher, lass dich von einem Eishockey-Fachhändler beraten. Gerade beim Kopfschutz sollten Passform und Zustand nicht dem Zufall überlassen werden.
Der richtige Helm beginnt mit der richtigen Passform.
Entdecke aktuelle BAUER Eishockeyhelme auf Home of Hockey oder finde einen Eishockey-Fachhändler in deiner Nähe. Dort kannst du verschiedene Modelle und Größen vergleichen und dich zur richtigen Passform beraten lassen.
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